• Großes Haus
  • Premiere 08.05.2021

Carmen (Entfällt!)

Oper von Georges Bizet

Da wir aufgrund der aktuellen Situation keine Gäste in unserem Haus empfangen dürfen, muss die Premiere leider verschoben werden. Wir freuen uns darauf diese alsbald möglich mit Ihnen gemeinsam feiern zu können.

 

Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Im Augenblick der ersten Begegnung der freiheitsliebenden Andalusierin Carmen mit dem pflichtbewussten Don José liegt Spannung in der Luft.

Carmen weiß um ihre Wirkung auf Männer und setzt diese für ihre Zwecke ein. Sie schafft es in kurzer Zeit, Don Josés Lebensentwurf als zukünftiger Ehemann der braven Michaëla mitsamt einer Militärlaufbahn in Frage zu stellen. José hilft Carmen nach einer Messerstecherei dem Gefängnis zu entgehen und wird dafür selbst degradiert, er folgt ihrer Schmugglerbande und verliert sie trotzdem an den erfolgreichen Stierkämpfer Escamillo. Gefangen in seiner Vorstellung von Liebe, die auf einem Absolutheitsanspruch beruht, kennt er nur noch einen Ausweg – die Tragödie nimmt ihren Lauf.

Seit dem Erscheinen von Mérimées Novelle »Carmen« diente die Hauptfigur mit ihrer erotischen Ausstrahlung, ihrem unbedingten Freiheitsdrang und ihrem Mut als Projektionsfläche für die Wünsche und Ängste Anderer. Der Stoff wurde vielfach adaptiert, doch nichts davon hatte so nachhaltigen Erfolg wie die gleichnamige Oper von Georges Bizet. Er schuf ein Meisterwerk, das, verortet am Rande der Gesellschaft und mit einem tragischen Ende ohne Läuterung, damals mit den gängigen Erwartungen brach. Bizet selbst war niemals in Spanien und kreierte dennoch eine musikalische Landschaft, die mit flirrenden Streichern und klappernden Kastagnetten das musikalische Klischee Spaniens manifestierte.

Hausregisseur Jan Neumann, der in Weimar u. a. »Sommernachtstraum«, »Wilhelm Tell« und zuletzt »Romeo und Julia« inszenierte und sich nun erstmals einer Oper widmet, erzählt »Carmen« als eine raum- und zeitlose Geschichte über Liebe, Sehnsucht, Vergänglichkeit und Enttäuschung.

Mit dem Opernchor des DNT. Es spielt die Staatskapelle Weimar.

 

Reduzierte Orchesterfassung von Gerardo Colella, Bühnenrechte CASA RICORDI S.R.L., Mailand, vertreten durch G. Ricordi & Co., Bühnen- und Musikverlag GmbH, Berlin..

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