ENSEMBLE

Constantin Trinks

Die Saison 2019/20 von Constantin Trinks begann mit Lydia Steiers neuer Produktion von „La Juive“ für die Staatsoper Hannover. Er kehrte für „Les contes d'Hoffmann“ und „Così fan tutte“ an die Bayerische Staatsoper zurück. Dort hatte er bereits 2018/19 mit großem Erfolg „Die Entführung aus dem Serail“ und „Arabella“ (mit Anja Harteros) aufgeführt, letztere erstmals bei den Münchner Opernfestspielen im Juni 2018, dann in Paris im Januar 2019 und schließlich in München. Er dirigierte außerdem „La Bohème“ für die Oper Köln, kehrte für Prokofjews „Feuervogel“ ans Theater an der Wien zurück, dirigierte Tschaikowskys „Pique Dame“ in Sofia, „Salome“ am New National Theatre in Tokio und gab sein Debüt an der Royal Swedish Opera / Kungliga Operan mit Wagners „Walküre“. Es folgten Debüts in Glyndebourne und am Royal Opera House Covent Garden, London. Zuvor dirigierte Constantin Trinks Produktionen von „The Turn of the Screw“ für die Seattle Opera, „Die Lustige Witwe“ für das Teatro dell'Opera di Roma und „Euryanthe“ für das Theater an der Wien.

Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten zählten die Sächsische Staatsoper Dresden („Der Fliegende Holländer“), das Neue Nationaltheater Tokio („Le nozze di Figaro“), das Opernhaus Zürich („The Turn of the Screw“), die Opéra du Rhin Straßburg („Salome“) und die Opéra National de Paris („Die Zauberflöte“), Wiener Staatsoper, Oper Frankfurt und Staatsoper Hamburg. Als bedeutender Wagner-Dirigent ausgezeichnet, feierte Trinks Wagners 200. Geburtstag 2013 mit „Der fliegende Holländer“ in Dresden, „Tannhäuser“ in Tokio, Strasbourg, an der Deutschen Oper Berlin und in Frankfurt und dirigierte dessen frühe Oper „Das Liebesverbot“ bei den Bayreuther Festspielen und für die Opéra du Rhin in Strasbourg.

Im sinfonischen Bereich trat Constantin Trinks zuletzt u.a. mit dem Orchestre de Chambre de Paris, dem Vancouver Symphony Orchestra, dem Mozarteum Orchester im Großen Festspielhaus in Salzburg und mit den Dresdner Philharmonikern auf. Es folgten Debüts beim Orchestre National de Belgique in Bozar. Er debütierte 2016/17 beim Bayerischen Rundfunk und dirigierte nach einem gefeierten Debüt bei den Münchner Philharmonikern 2015/16 dort im Dezember 2016 auch die Neujahrskonzerte mit Beethovens 9. Sinfonie.

Seine Live-Aufnahme von Hans Rotts 1. Sinfonie mit dem Mozarteum Orchester (Edition Hänssler) erhielt 2017 einen ECHO Klassik. Für dasselbe Label hat er auch Weinbergers „Švanda dudák“ („Schwanda der Dudelsackspieler“) mit der Dresdner Staatskapelle / Semperoper aufgenommen.

Constantin Trinks wurde 2002 Kapellmeister am Saarländischen Staatstheater, wo er von 2006 bis 2009 die Position des Interims-GMD erfüllte. Dort dirigierte er mit „Intolleranza 1960“ (Nono), „La Bohème“, „Don Giovanni“, „Die Zauberflöte“, „Das Rheingold“, „Lohengrin“, „Salome“ , „Carmen“, „Don Carlo“, „La Traviata“, „Cavalleria Rusticana“ / „I Pagliacci“, „Kullervo“ (Sallinen) und der Europapremiere von „The First Emperor“ von Tan Dun ein ausgesprochen breitgefächertes Repertoire. Von 2009 bis 2012 war Trinks als Musikdirektor am Staatstheater Darmstadt tätig, wo er nicht nur den von der Kritik gefeierten „Ring des Nibelungen“, sondern auch „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Parsifal“, „Fidelio“, „Aida“ und die Uraufführung von Orffs Frühwerk „Gisei“ (auf DVD erhältlich) in Kombination mit „De temporum fine comoedia“ leitete.

Constantin Trinks studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt Karlsruhe Dirigieren bei Wolf-Dieter Hauschild und Klavier bei Günter Reinhold.