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Chilly Gonzales

Weltweit gefeierter Grenzgänger zwischen Klassik und Jazz mit der Haltung eines Rappers

In Bademantel und Hausschuhen bestreitet er seine Konzerte. Der aus Montreal stammende Wahl-Kölner Chilly Gonzales ist ein Pianist und Komponist, Entertainer und Showman von großer Hingabe und schelmischem Humor. Das Zitat »Warum muss man sich entscheiden, ob man Entertainer oder Künstler sein will, ich will beides!« kann man auch als sein Credo bezeichnen.

Nach dem Studium des Jazz-Piano in seiner kanadischen Heimat, hat Chilly Gonzales so ziemlich alles unternommen, um radikal Kunst und Anti-Kunst aufeinander losgehen zu lassen. Er arbeitete mit so unterschiedlichen Künstlern wie Feist, Peaches, Jamie Lidell und Helge Schneider zusammen, verwandelte ein Märchen von Hans Christian Andersen in ein musikalisches Schattenspiel, machte sich mit dem Stück »Never Stop« über eingerostete Regeln des Klassikbetriebs lustig. Mit einem mehr als 27 Stunden dauernden Konzert stellte er den Guinness Weltrekord für das längste Solokonzert auf. 2014 erhielt er einen GRAMMY. 2017 veröffentlichte er mit Jarvis Cocker, ehemals Sänger der britischen Popband PULP, das Konzeptalbum »Room 29«. Im September 2018 erschien sein Album »Solo Piano III« und die Dokumentation »Shut Up and Play the Piano« des Regisseurs Philipp Jedike kam in die Kinos. Im vergangenen Jahr folgte das Album »A Very Chilly Christmas« und er veröffentlichte ein Buch über die irische Musikerin Enya.

Ein solch begnadeter Grenzgänger zwischen Klassik und Jazz, mit Inspirationen aus Pop bis Elektronik und der geistigen Haltung eines Rappers darf im interdisziplinären Programm des Kunstfest Weimar nicht fehlen. Sein Programm – voraussichtlich in Quartettformation – wird verschiedene Medleys intimer Stücke aus seiner Solo Piano Trilogie umfassen, genauso wie Hits seines Repertoires und Neukompositionen.

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