© Felix Broede
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  • Weimarhalle

Sinfoniekonzert

Dirigiert von Jesko Sirvend / Solist*innen: Sonic.Art Saxophonquartett

Maurice Ravel »Le Tombeau de Couperin«
Philip Glass Konzert für Saxophonquartett und Orchester
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Farbenpracht pur vereint die drei Werke dieses Konzerts, dessen stilistische Fülle vom französischen Rokoko (gebrochen durch die raffinierte Klangwelt Ravels) über den Inbegriff romantischer Sinfonik bis hin zum Minimalismus des Amerikaners Philip Glass reicht – ein Komponist, der in der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts längst Kultstatus genießt.

Glass’ 1995 komponiertes Konzert für Saxophonquartett stellt in jedem seiner Sätze eines der vier Saxophone – von So­pran bis Bariton – mit seinem jeweils ganz individuellen Charakter in den Mittelpunkt des Geschehens. Zwischen lyrischer Melancholie und ausgelassener Virtuosität, zwischen verträumtem Flair und musikantischem Streit bewegt sich dabei die Palette der Ausdrucksnuancen. Ein echter Tausend­sassa, das 1840 erfundene Saxophon, das mit seinem unverkennbar rauchigen, variablen Klang seit Ende des 19. Jahrhunderts immer wieder auch die »klassische« Orchestermusik bereichert hat.

Brahms’ 3. Sinfonie ist kunstvollster Ausdruck sinfonischer Traditionspflege, die für den Komponisten im »absoluten« Spiel der Töne – und garantiert ohne programmatische Inspiration – bestand. Auch wenn bei der Premiere 1883 in Wien die Gegnerpartei der »Neudeutschen« rund um ­Wagner und Liszt die »Dritte« durch demonstratives Zischen zwischen den Sätzen zu stören versuchte – das Werk entfachte »einen in Wien kaum zuvor dagewesenen Grad von Enthusiasmus«. Einer der größten Triumphe überhaupt für Brahms!

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