© Anke Neugebauer
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  • Studiobühne
  • Premiere 21.12.2016
  • Stückdauer 1 Std. 15 Min.
  • Alter ab 15 Jahren

Der Hals der Giraffe

Judith Schalansky

Inge Lohmark ist seit 30 Jahren Lehrerin für Biologie und Sport an einem Gymnasium im vorpommerschen Hinterland. Sie weiß, wie Schule geht: mit Disziplin und Strenge, ohne falsche Kameradschaft. Das Wort ›Schwäche‹ hat sie aus ihrem Vokabular ausgeklammert. Lohmark hält durch, bis der letzte Schüler durch das Bio- und Sportabi geschleift worden ist und die Schule in Ermangelung von Nachwuchs geschlossen wird. Zu Hause ist auch nicht mehr viel los: Zweckehe mit einem früheren LPG-Besamungstechniker, jetzt Straußenzüchter. Die Tochter – seit 12 Jahren in den USA. Kontakt nur sporadisch. Aber plötzlich erwischt es Inge Lohmark: Erika, Schülerin, 15 Jahre, bringt ihren wohlsortierten Gefühlshaushalt durcheinander und die perfekte Fassade zum Bröckeln.

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»In spartanisch sachlichem Gestus zeigt Weber die Psychogramme zweier aus der Zeit gefallener DDR-Fossile, Menschen wie du und ich. Ihre Seelen-Sektion erzeugt weder Mitleid noch Sympathie. Aber sie wirbt um Verständnis. So entspinnt sich ein nötiger, drangvoller dreistündiger Abend, der durch seine dramatische Verdichtung besticht. […] Während Jörn Klares Melker-Monolog stark von Stereotypen durchzeichnet ist, aber durch eine leitmotivische Struktur fasziniert, besticht Schalanskys Etüde mit geistreichen Zuspitzungen – bis hin zu Zynismen, die Windmüller genüsslich exerziert.«

(Thüringische Landeszeitung, 19.11.2017, Wolfgang Hirsch)