ENSEMBLE

Gerben van der Werf

Der niederländische Countertenor Gerben van der Werf (1994) gab sein Operndebüt im Alter von 12 Jahren als Erster Knabe in Mozarts »Die Zauberflöte«. Nach einer gründlichen Gesangsausbildung im örtlichen anglikanischen Knabenchor war das Singen ein so natürlicher Bestandteil seines Lebens, dass der junge Niederländer eine Karriere als professioneller Sänger nicht in Betracht zog, sondern an der Universität Utrecht ein Studium der Chemie, der Physik und Astronomie, sowie der Geschichte und Philosophie der Wissenschaften absolvierte. In den letzten Jahren wurde jedoch der Wunsch zu singen und seine lyrischen Talente zu fördern, so stark, dass er beschloss, seine Karrierepläne völlig zu ändern und stattdessen sein Leben dem Beruf des Opernsängers zu widmen.

Während seines Studiums an der Dutch National Opera Academy gab Gerben sein Debüt an der Nationale Opera als Sergei Diaghilev in der Weltpremiere von »Ritratto« (Jeths, 2020). Weitere Rollen, die der junge Sänger gesungen hat, die Titelrolle von Giulio Cesare in »Egitto« (Händel), Giulio Cesare in »Cleopatra e Cesare« (Graun), Friedrich Baehr in »Little Women« (Adamo), Le Comte Barigoule in »Cendrillon« (Viardot), Prinz Orlofsky in »Die Fledermaus« (Strauss), und Orfeo in »Orfeo ed Euridice (Gluck). Gerben trat mit dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Residentie Orkest, der Nederlandse Bachvereniging, dem Amsterdam Baroque Choir & Orchestra und dem Radio Philharmonic Orchestra auf und arbeitete mit Dirigenten wie Michele Mariotti, Geoffrey Paterson, Ton Koopman, Jos van Veldhoven und Andrea Marcon zusammen. Derzeit wird er von Selma Harkink, Peter Nilsson und Margreet Honig unterrichtet.

In dieser Spielzeit wird Gerben sein internationales Debüt am Deutschen Nationaltheater Weimar als Helicon in »Caligula« (Glanert) geben und ist als Konzertsänger in Bach-Konzerten zu erleben. Eine Produktion von Händels »Semele« mit Opera Collective Ireland und der Akademie für Alte Musik Berlin steht ebenfalls auf dem Programm.

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