ENSEMBLE

Iris Vermillion

Iris Vermillion ist vielgefragter Gast an international führenden Opern- und Konzerthäusern und war im Laufe ihrer bisherigen Karriere u.a. auf den Bühnen der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper, der Semperoper Dresden, der Staatsoper Unter den Linden, der Deutschen Oper Berlin, des Theater an der Wien, des Teatro Real in Madrid, der Mailänder Scala und des Teatro dell’Opera in Rom zu sehen.

Wichtige Stationen ihrer frühen Karriere waren neben einer intensiven Konzerttätigkeit u.a. die Dorabella in Mozarts »Così fan tutte« sowie Cherubino in »Le nozze di Figaro« unter Nikolaus Harnoncourt in Amsterdam, die Clairon in Strauss‘ Capriccio bei den Salzburger Festspielen, Herodias in Strauss‘ »Salome« in Neuproduktionen an der Bayerischen Staatsoper und der Mailänder Scala, »Tristan und Isolde« unter Kurt Masur in Paris und später am Teatro de la Maestranza in Sevilla, sowie Erwin Schulhoffs »Flammen« im Theater an der Wien.

Für ihre Interpretation der Titelpartie in Othmar Schoecks »Penthesilea« an der Dresdner Semperoper wurde Iris Vermillion in der Kategorie »Beste Sängerdarstellerleistung Musiktheater« mit dem Deutschen Theaterpreis »Der Faust« ausgezeichnet. Weitere internationale Beachtung fanden ihre Interpretation der Mutter in Luigi Nonos »Al gran sole carico d’amore« an der Leipziger Oper und ihre Gräfin Geschwitz in Alban Bergs »Lulu« an der Oper Graz. Sie reüssierte des Weiteren als Herodias in Strauss‘ »Salome« an der Wiener Staatsoper, als Hexe in »Hänsel und Gretel« in Dresden, in Poulencs »Les Dialogues des Carmelites« in Valencia, als Fricka in »Die Walküre« in Leipzig und Sevilla, sowie in Mahlers »Das klagende Lied« in der Berliner Philharmonie, an der Alten Oper Frankfurt und im Hamburger Michel.

Als Klytämnestra in Strauss‘ »Elektra« gab sie ihr umjubeltes Rollendebüt an der Oper Graz, wurde von der Semperoper Dresden für eine Neuproduktion von Hans Werner Henzes »We come to the river« wiedereingeladen und ging für Strauss‘ »Salome« auf Japantournee mit der Wiener Staatsoper.

Neben Konzerten an der Philharmonie de Paris, der Tonhalle Düsseldorf, am Gewandhaus Leipzig, dem De Doelen in Rotterdam und im Grazer Musikverein folgten, von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert, ihre Debüts als Amme in Strauss‘ »Die Frau ohne Schatten« in Buenos Aires und als Küsterin in Janáčeks »Jenůfa« an der Oper Graz, sowie »Salome« am Teatro Municipal von São Paulo, »Hänsel und Gretel« an der Semperoper, »Jenůfa« an der Oper Stuttgart und »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« an der Oper in Rom.

Gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern brachte Iris Vermillion im Rahmen der Salzburger Festspiele und unter Leitung von Daniel Harding Peter Eötvös‘ 2015 komponiertes »Halleluja – Oratorium Balbulum« zur Uraufführung – ein Werk, mit welchem sie darauf auch an der Tonhalle Zürich und in Philharmonie Köln zu hören war. Weitere Engagements führten Iris Vermillion ans Teatro Colón in Buenos Aires, an die Oper Graz sowie – im Rahmen der spanischen Erstaufführung von Bernd Alois Zimmermanns »Die Soldaten« – ans Teatro Real in Madrid. Als Klytämnestra in Richard Strauss’ »Elektra« war sie zudem an der Wiener Staatsoper und an der Oper Leipzig, als Herodias in einer »Salome«-Neuproduktion an der Oper Graz sowie in mehreren Konzertaufführungen mit Peter Eötvös‘ »Oratorium Balbulum« in Pécs, Budapest und München zu erleben. Vom Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in Tokio wurde sie eingeladen, die Partie der Judith in einer konzertanten Aufführung von Bartóks »Herzog Blaubarts Burg« unter Leitung von Sylvain Cambreling zu gestalten.

Als Konzert- und Liedsängerin gastierte sie zudem beim Festival Internacional de Música Clásica in Bogotá. Zuletzt war sie u.a. als Mescalina in einer Neuproduktion von György Ligetis »Le Grand Macabre« an der Dresdner Semperoper zu erleben, wohin sie auch im Laufe der aktuellen Spielzeit als Hexe in Humperdincks »Hänsel und Gretel« zurückkehren wird. Am Theater ihrer Heimatstadt Bielefeld wirkt sie zudem in der deutschen Erstaufführung von Christian Josts »Egmont« mit.

In ihrer umfangreichen Konzert- und Liedtätigkeit mit weltweiten Fernseh- und Rundfunkübertragungen ist Iris Vermillion besonders als Interpretin von Gustav Mahlers Sinfonien und Liedzyklen gefragt. Sie arbeitete bisher mit so namhaften Dirigenten wie Claudio Abbado, Gerd Albrecht, Daniel Barenboim, Semyon Bychkov, Riccardo Chailly, Christoph von Dohnányi, Vladimir Fedosejev, Michael Gielen, Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs, Armin und Philippe Jordan, Vladimir Jurowski, Marek Janowski, Kurt Masur, Cornelius Meister, Georges Prêtre, Helmuth Rilling, Donald Runnicles, Giuseppe Sinopoli, Sir Georg Solti, Christian Thielemann und Marcello Viotti zusammen.

Iris Vermillion arbeitet regelmäßig mit den bedeutendsten Orchestern der Welt und gastierte im Laufe ihrer Karriere bei den Wiener, Berliner und Münchner Philharmonikern, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Staatskapelle Dresden, dem Orchester der Beethovenhalle Bonn, den Bamberger Symphonikern, dem Concertgebouw Orkest, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Radio-Symphonieorchester Wien, den Wiener Symphonikern und den Sinfonieorchestern von Chicago, Philadelphia und San Francisco. Als Liedsängerin war die Künstlerin u.a. im Wiener Musikverein, in der Tonhalle Düsseldorf, im Berliner Konzerthaus, an der Semperoper Dresden, der Alten Oper Frankfurt sowie in Bern, Zaragoza und in Madrid zu erleben.

Zahlreiche Aufnahmen dokumentieren die Vielseitigkeit der Künstlerin. Ihre umfangreiche Diskographie enthält Einspielungen von Beethovens »Missa Solemnis« mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Georg Solti, Mahlers »Lied von der Erde« mit der Staatskapelle Dresden unter Giuseppe Sinopoli, Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg« mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Sir Georg Solti, Zemlinskys »Eine florentinische Tragödie« sowie Lieder von Alma Mahler mit dem Concertgebouw Orkest unter Riccardo Chailly, Mahlers Symphonie Nr. 2 unter Roger Norrington, Mozarts »Idomeneo« unter Fabio Luisi oder Carl Heinrich Grauns »Cleopatra e Cesare« mit dem Concerto Köln unter René Jacobs. Auf DVD ist sie als Herodias in einer »Salome«-Produktion der Mailänder Scala unter Daniel Harding und in der Regie von Luc Bondy zu sehen.

Für Decca hat Iris Vermillion unter dem Arbeitstitel »Entartete Musik« Werke von Komponisten wie Viktor Ullmann, Franz Waxmann und Berthold Goldschmidt eingespielt. Beim deutschen Label cpo sind sämtliche Szenen für Mezzosopran und Alt aus den Opern von Siegfried Wagner erschienen.