AUF DIE BÜHNE

X GEDANKEN ÜBER SEHNSUCHT

Ein Video-Theater-Projekt für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren (Uraufführung)

Lasst uns träumen, uns gegenseitig unsere Sehnsuchtsorte beschreiben. Fragmente dazu sammeln. Wo wolltest du schon immer mal hin? Wie stellst du dir den perfekten Ort vor, „the place to be“? Warst du schon mal da? Kommst du noch da hin? Oder soll er immer etwas Unerreichbares bleiben? Und was ist der Sinn von Sehnsüchten? Hat das etwas mit Sucht zu tun? Was gehört dazu glücklich zu sein? Und was kommt aus uns heraus und was ist uns per Werbung, Projektion und Internet-Posts zugekommen?

Kannst du noch träumen, wünschen, sehnen, ohne dass dieses einem Konsumgut, dass jemand verkaufen möchte, zuzuordnen ist? Wie war das früher? Wo kommt das Wort SEHNSUCHT her? Ist es ein typisch deutsches melancholisches Gefühl? Hat es Potential, Kraft und Aktivität oder ist es immer Projektion, beeinflusst von einer Fremdbestimmung? Fragen über Fragen und Gedanken über Sehnsucht.

 

Diese wollen wir mit Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren erkunden und spielerisch beantworten. Wir suchen nach Geschichten und Fragen rund um diesen Begriff. Die Jugendlichen entscheiden mit über den Gestaltungsprozess des Theaterabends, sie erzählen ihre Geschichten, tragen bewegte Bilder zu Filmcollagen zusammen, die zum Bühnenbild werden. Gegebenes wird hinterfragt und eine gemeinsame Erzählung über Sehnsüchte mit den Mitteln des Theaters kreiert. 

Premiere 16.4.2022 | Studiobühne

Mehr Informationen zur Produktion gibt es hier.

In Kooperation mit dem Kinderbüro und der Klassik Stiftung Weimar, gefördet von »Zur Bühne«, dem Projekt des Deutschen Bühnenvereins im Rahmen des Förderprogramms »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

VON VÄTERN UND SÖHNEN

Ein generationsübergreifendes Theaterprojekt des Jungen DNT (Uraufführung)

Sieben Männer*; welche, die sich gerne mit dem Begriff männlich identifizieren und welche, die sich des Pronomens »er« bedienen, betreten die Bühne. Sie schieben Regale, ziehen Schubladen mit Erinnerungen auf, vergrößern sie, quetschen sich in Lücken, versuchen sich, ihr Geschlecht und ihre Sozialisation zu betrachten und zu befragen. Sie untersuchen, welche männlichen Attribute ihr Vater ihnen vererbt hat: stille oder wütende Abwesenheit, Liebe, Fähigkeit oder Unfähigkeit Emotionen zu zeigen. Was geben sie gerne weiter und was auf keinen Fall? Die Zuschauenden sind eingeladen, den Selbst- und Zwiegesprächen der Generationen beizuwohnen.

Auf der Bühne stehen Männer* zwischen 20 und 72 Jahren, Väter, Söhne und Enkel. Sie begeben sich auf Spurensuche von erlebten und gelebten Bildern von Männlichkeiten und decken verschiedene Facetten von Vater-Sohn-Beziehungen auf.

Es entsteht ein Stück, in dem Männerbilder von damals wie heute sowie biografische Fragmente in einem kontrastreichen Neben- und Miteinander auf der Bühne sichtbar werden. Das Theater wird zu einem Archiv gelebter Erinnerungen, in dessen Sammlung die Spieler* immer wieder mit der Frage: »Wann ist ein Mann ein Mann?« konfrontiert werden.

 

Premiere 5.6.2022 | Studiobühne

Mehr Informationen zur Produktion gibt es hier.

SPRECHCHOR IN NEUER MUSIKTHEATERPRODUKTION

Mitwirkende ab 16 Jahren gesucht // Uraufführung im Rahmen des Kunstfests Weimar 2022

Vögel aus aller Welt kommen für eine Konferenz zusammen, um einen König zu finden, der ihr Reich vor Chaos und Untergang rettet. Sie beschließen den legendären Simurgh – das Ideal eines starken Herrschers, dem König aller Wesen - aufzusuchen. Doch die Reise durch die sieben Täler bis zum Berg Oaf, wo Simurgh lebt, ist lang und beschwerlich. Und schon werden die ersten Ausreden gefunden, die Reise nicht anzutreten…

Das persische Versepos von Farid ud-Din Attar aus dem 12. Jahrhundert wird mit den gesellschaftspolitischen Fragestellungen unserer Zeit verwebt: Wieso hören wir die Welt nicht mehr? Wieso zieht sie an uns vorüber? Vor lauter Bilder- und Informationslärm sehen und verstehen wir nichts mehr. Was sind die Verdrängungsmechanismen, die wirken, um unser Leben im Unmöglichen zu rechtfertigen? Um uns herum verenden Flora und Fauna, doch unser einziges Lebensziel ist Wachstum. Nicht das Wachstum der Natur, sondern ein abstraktes ökonomisches Wachstum des Profits…

Für diese zeitgenössische, politisch relevante Musiktheaterinszenierung suchen wir 15 Jugendliche ab 16 Jahren aus Weimar und Umgebung, die in einem Sprechchor musikalisch, textlich und szenisch mit unseren Sängersolist*innen auf der Bühne interagieren. Als Vogelschwarm bzw. Gruppe der gegenwärtigen jugendlichen Protestbewegungen wie »Fridays for Future« oder »Extinction Rebellion« konfrontiert das Kollektiv das Publikum und die Protagonist*innen mit den ökologischen und ökonomischen Sünden der Gegenwart und treibt zum verändernden Handeln an.

 

Bewerbungen mit Foto und kurzem Lebenslauf an:
jelena.kittke@nationaltheater-weimar.de

Casting 8.4.2022 16.30 Uhr
Proben musikalisch ab 5.5.2022 / szenisch vom 7.6.-14.7. & 22.8.-3.9.2022
Premiere 3.9.2022, e-werk weimar

MENSCHLICHKEITSDÄMMERUNG

Ein Hörstück über uns Menschen | Ein FSJ-Projekt

Erfindungen, Entdeckungen und Errungenschaften, die man sich noch Jahre zuvor nur erträumen konnte, haben unsere Welt verändert und hie und da auch aus den Fugen gehoben. Begleitet werden Innovationen immer auch von kritischen Fragen: ob uns z.B. Flugzeuge und das Internet einander nähergebracht oder uns voneinander entfremdet haben oder ob soziale Netzwerke in Wahrheit nicht vielleicht das Asoziale im Menschen verstärken.

Es sind Erfindungen von Menschen. Aber tragen sie deshalb schon menschliche Züge? Was ist also der Mensch und was macht ihn aus? Hat er sich durch seine Erfindungen menschlich weiterentwickelt oder steckt in ihm noch immer das Tier? Was bedeutet es heute Mensch zu sein?

In dem Hörstück »Menschlichkeitsdämmerung« beschäftigen sich Menschen unterschiedlichen Alters mit diesen Fragen und wollen die Hörenden dazu ermuntern, sich ihre eigenen Antworten zu suchen.

 

Zusätzlich zur täglichen Arbeit in der Einsatzstelle wird Freiwilligen der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung e.V. (LKJ) Thüringen die Möglichkeit des eigenverantwortlichen Projekts geboten. Dieses hebt sich dabei vom Arbeitsalltag der Freiwilligen ab und bedeutet, eine eigene Idee selbstständig zu entwickeln und umzusetzen.

 

»Menschlichkeitsdämmerung« ist ein Projekt von Emma Reis und Marvin Weiler, FSJ Kultur Freiwillige im Kunstfest Weimar und im Jungen DNT 2020/2021.

Idee und künstlerische Leitung: Emma Reis und Marvin Weiler
Schnitt: Emma Vullbrock

Mit: Lisa Augustinowski, Jürgen Fieber, Stine Fieber, Sven Hammerschmidt, Johann Koch und der Schauspielerin Elke Wieditz

 

 

DER ENTFESSELTE WOTAN ODER WO IST HIER DIE ORIENTIERUNG?

Wotan, ein bankrotter Friseur – in unserer Inszenierung ein Hutmacher – und Phrasendrescher, gründet in betrügerischer Absicht eine Auswanderungsgenossenschaft. Er will im brasilianischen Urwald ein völkisches Reich errichten. Vertreter*innen des rechten Bürgertums, Investor*innen und Träumer*innen wollen dem Größenwahnsinnigen folgen.

Der Autor der Komödie, Ernst Toller, war in der Zeit der Münchner Räterepublik als linkssozialistischer Politiker aktiv. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Toller aufgrund seiner jüdischen Herkunft und politischen Haltung formell aus Deutschland ausgebürgert, seine Werke verbrannt.

Die Gruppe spielt das Stück live von der Studiobühne des DNT. Das Publikum ist eingeladen den Abend via Zoomkonferenz und per Chat im Telegramkanal zu verfolgen. Dafür erhalten Sie mit der Buchung der Karte einen Zugang zum Telegramchat der Gruppe sowie dem Zoommeeting.

Mehr Informationen zur Produktion gibt es hier.

 

In Kooperation mit dem Weimarer Republik e.V., der auf seiner Homepage viele interessante Hintergrundmaterialien und ein digitales Lernportal für Schulgruppen zur Weimarer Republik Zeit anbietet.

AUF DER SUCHE NACH DEM ZWISCHENRAUM

Ein Audiowalk

 

 »Wenn die Stadt menschengemacht ist, können wir sie doch auch mitgestalten, verändern und beeinflussen.«
(Béla Künßler, Jugendlicher aus Weimar, 15 Jahre)

 

Wer bestimmt die Zukunft der Stadt; wie sie aussieht, was mit Leerstellen geschieht, was mit Zwischenräumen passiert? Wird Weimar nach den Erwartungen von Tourist*innen gestaltet oder nach den Wünschen der Bürger*innen? Was würden die Jugendlichen anders machen, wenn sie könnten?

Acht Jugendliche im Alter von 12–18 Jahren versuchen zu beantworten, wem diese Stadt eigentlich gehört, und wer entscheidet, wie ihre Zukunft aussieht. Mal stellen sie die Frage, wer eigentlich hier in der Stadt über Graffitis und Sticker, die sich grad ständig verändern, miteinander verhandelt und kommuniziert, ein anderes Mal überlegen sie, was Heimat eigentlich bedeutet oder wofür sie in Weimar ein Denkmal aufstellen würden, das es noch nicht gibt. Es sind die Fragen, die sich bei den üblichen Weimar Führungen noch nicht gestellt haben und die Antworten, die nicht den üblichen Informationen über Weimar entsprechen. Es ist eine einstündige Strecke Erzählung durch die Innenstadt, die philosophisch, humorvoll und zuweilen anrührend anmutet und den Zuhörer, die Zuhörerin von Jugendlichen aus Weimar begleitet.

Der Audiowalk ist kostenfrei über die App jederzeit für Sie verfügbar.

 

Mehr Informationen zum Audiowalk gibt es hier.

 

Eine Kooperation des DNT mit der Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar, Landeskoordination Thüringen »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« und der staatlichen Gemeinschaftsschule Jenaplanschule Weimar, gefördert von »Wege ins Theater«, dem Projekt der ASSITEJ im Rahmen des Förderprogramms »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.